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Gimp-Kurs

Gimp ist das umfangreichste Bildbearbeitungsprogramm unter Linux. Nur leider ist auch die Bedienung entsprechend kompliziert, und anfangs hat jeder Probleme sich in der Fülle an Menüpunkten zurechtzufinden.
Aus diesem Grund bieten wir diesen Gimp-Kurs, der an einem praktischen Beispiel erläutern will, wie man mit Gimp arbeitet.


Im laufe dieses Kurses wollen wir ein animiertes Banner erzeugen, dafür benötigen wir standardmäßig ein Bild mit dem Format 468×60 Pixel. Dazu wählen wir den Menüpunkt File->New und generieren somit ein neues Blanko-Bild. Der “Image Type” ist RGB, da unser Bild schließlich farbig sein soll, und als Fill-Type wählen wir Transparent. Nach dem Drücken auf OK öffnet Gimp ein neues Fenster, mit der eben eingestellten Breite und Höhe. Das karierte Muster im Hintergrund zeigt uns, daß das Bild transparent ist.
Als nächstes öffnen wir das Layer-Menü. Mit der rechten Maustaste auf das neue Bild klicken und in dem dann geöffnetem Kontextmenü den Menüpunkt Layers->Layers & Channels auswählen.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit mit Gimp bezieht sich auf sogenannte Layers. Diese kann man sich vorstellen, wie mehrere übereinanderliegende Klarsichtfolien. Will man am Bild etwas ändern, so kann man diese Änderung z.B. auf einem neuen Layer durchführen. Gefällt der Effekt einem nicht, kann man den Layer einfach löschen, ohne damit den Rest des Bildes zu beeinflussen.
Aber Layers bieten noch weitere Möglichkeiten. Sie erlauben es komfortable mit diffusen (halb-transparenten) Objekten zu arbeiten und spielen auch bei der Erstellung von animierten Gif-Bildern eine entscheidende Rolle, aber dazu später mehr.
Auf jedes gute Linux Banner gehört auch ein Bild von Tux. Haben Sie kein Bild von Tux, dann kopieren Sie sich das rechts zu sehende Bild (penguin.gif) aus dem Netz.
Wir öffnen dann das Bild unter Gimp (im Hauptfenster der Menüpunkt File->Open).
Nachdem Gimp das Fenster mit dem Pinguin geöffnet hat, sollten man das Bild erst einmal in das RGB-Format ändern. Denn Gif-Bilder benutzen maximal 256 Farben, was uns bei der Bearbeitung aber nicht ausreicht. Das Gif-Bild-Format (sog. indexed-Format) unterstützt keine halb-Transparenz, so daß verschiedene Bearbeitungtools nicht auf Gif-Bilder angewendet werden können. Deshalb sollte man Gif-Bilder nach dem Importieren erst einmal in das RGB-Format ändern. Vor dem Speichern (wenn das Bild als Gif gespeichert werden soll) müssen wir es wieder zurück in das Format Indexed wandeln.
Also klickt man mit der rechten Maustaste auf den Pinguin und wählt im Menü Image->RGB.
Den Hintergrund des Pinguins, der jetzt ja noch weiß ist, wollen wir als nächstes durchsichtig machen, damit er später das Bild im Hintergrund nicht überdeckt.
Dafür müssen wir dem Bild zuerst einen sogenannten “Alpha-Channel” hinzufügen. Der Menüpunkt Layers->Add Alpha Channel erledigt dies.
Dadurch erhält das Bild im Hintergrund sozusagen eine Schicht, die durchsichtig ist. Entfernen wir nun ein Teil des Bildes, sehen wir den dahinterliegenden durchsichtigen Layer.
Als nächstes wollen wir den weißen Hintergrund ausschneiden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Ein sehr mächtiges Werkzeug ist die Option “Select by color”, welche alle Bildbereiche mit einer bestimmbaren Farbe auswählt. Unser Problem ist allerdings, daß neben der Umrandung des Pinguins auch sein Bauch und seine Augen weiß sind, so daß wir auch diese mit auswählen würden.
Deshalb müssen wir ein anderes Werkzeug benutzen, die sog. “Fuzzy selection”, die über das im Gimp-Hauptfenster erreichbar ist (siehe rechts).
Den Knopf klicken wir allerdings zweimal an, um ein Fenster mit zusätzlichen Optionen zu erhalten.
Im dann geöffneten Optionenfenster schalten wir dann alle Optionen aus. Denn das Antialiasing bewirkt, daß der Rand nicht abrupt abgeschnitten wird, sondern ein weicher Übergang zwischen Rand und transparentem Hintergrund entsteht. Da wir dann aber eine dünne weiße Umrandung erhalten würden, wählen wir diese ansonsten sehr nützliche Funktion hier ab.
Nun können wir den Hintergrund des Pinguins anwählen. Es erscheint dann eine blinkende schwarz-weiße Linie, wo der Rand des ausgewählten Bereiches liegt. Mit dem Menüpunkt Edit->Cut kann dann dieser Bereich ausgeschnitten werden.
Da die einzelnen Bereiche links, rechts und zwischen den Füßen nicht zusammenhängen, müssen wir dies für alle fünf Bereiche wiederholen.
Danach sollte statt des weißen Hintergrunds das hell- und dunkelgraue Schachbrett-Muster zu sehen sein.
Danach muß der Pinguin noch an die Größe des Banners angepaßt werden, damit er auch dort ins Bild paßt. Dafür benutzen wir den Menüpunkt Image->Scale. Dort geben wir statt der jetzigen Höhe von 257 Pixeln eine neue Höhe von 150 Pixeln ein. Der Auswahlknopf “Constant Ratio” sorgt dafür, daß auch die Breite entsprechend angepaßt wird, und daß Bild nicht verzerrt wird.
Nach dem OK wird das Bild dann verkleinert, und ist nun etwa zweimal so hoch wie das Banner.
Mit dem Menüpunkt Select->All wählen wir nun das gesamte Bild an, um dann mit einem Edit->Copy kommt das Bild in den Zwischenspeicher.
Auf dem Banner wählen wir nun Edit->Paste um das Bild aus dem Zwischenspeicher herauszuholen. Nun sollte der Pinguin auf dem Bannerbild zu sehen sein. Allerdings hat er noch nicht die richtige Position. Aber bevor wir dies ändern, sollte man an einen Blick auf das Layers-Fenster richten. Dort ist jetzt nämlich ein weiterer Eintrag aufgetaucht: “Floating Selection”. Um den hinzugefügten Pinguin auf einen eigenen Layer zu bringen, klicken wir einfach unten links im “Layer & Channel” Fenster auf das angedeutete leere Blatt Papier.
Nun befindet sich der Pinguin auf einem eigenen Layer und kann unabhängig von dem Rest des Bildes bearbeitet werden.
Als nächste wollen wir den Pinguin etwas verschieben, so daß sein Kopf besser zu sehen ist. Dafür wählen wir das “Move Tool” aus (siehe rechts).
Mit diesem Werkzeug klickt man auf den Pinguin und verschiebt ihn so weit, daß am unteren Rand des Banners gerade noch der Kopf zu sehen ist.
Aber der Kopf ist immer noch etwas zu groß. Um dies zu ändern wählen wir das “Transform Tool” . Ein zweifacher Klick öffnet wieder ein Fenster mit weiteren Funktionen (wenn nicht von vorhin noch das Fenster mit den Optionen von “Fuzzy selection” geöffnet war, denn dann zeigt dieses Fenster die neuen Optionen).
Wir wählen die Option Scaling aus, und klicken danach auf den Pinguin im Banner. Mit gedrückter Maustaste ist es nun möglich, die Größe des Pinguins noch etwas zu verkleinern. Drücken Sie dabei auch gleichzeitig auf die Tasten Strg und Shift, dann achtet Gimp darauf, das beim Verkleinern das Verhältnis von Höhe zu Breite konstant gehalten wird. Nach dem Verkleinern sollte man mit dem “Move Tool” den Pinguin an die gewünschte Stelle verschieben.
Da auf dem Bild aber nicht nur ein Pinguin sein soll, sondern mehrere, kopieren wir unseren Tux, indem wir mit der rechten Maus-taste auf Ihn klicken und wie vorhin schon mal durch “Edit->Copy” und “Edit->Paste” verdoppeln.
Nun erscheint im Fenster “Layers & Channels” wieder ein “Floating selection”. Durch einen Klick auf das leere Papier unten links, erhält auch der zweite Pinguin einen eigenen Layer. Danach verschieben wir den Pinguin, der jetzt noch direkt über dem ersten liegt, und dadurch noch nicht sichtbar ist etwas zur Seite. (Mit Hilfe des “Move Tools”).
Diese Prozedur wiederholen wir so oft, bis wir insgesamt fünf Pinguine haben. Dabei erhält jeder Pinguin seinen eigenen Layer.
Um die einzelnen Layer besser unterscheiden zu können, benennen wir sie um. Ein Doppelklick auf einen Eintrag im Fenster “Layers & Channels” öffnet ein kleines Fenster in dem man die Namen der einzelnen Layers umbenennen kann.
Wir nennen die Layers mit den Pinguinen nach “Tux1″ bis “Tux5″ um.
Ein Klick auf das stilisierte Auge links einer Layer-Eintragung bewirkt, daß der Layer nicht mit angezeigt wir. So daß man bei größeren Bildern übersichtlicher und vor allem auch schneller arbeiten kann.
Der erste Teil des Bildes soll etwa folgendermaßen aussehen:

Dafür müssen wir aber die Pinguine noch mehr oder weniger drehen.
Auch hierfür ist das “Transform Tool” zuständig. Im Fenster mit den weiteren Optionen befindet sich der Punkt “Rotation”. Nun kann man die verschiedenen Layer mit den einzelnen Pinguinen auswählen, und mittels der gedrückten Maus die Pinguine freihändig drehen. Nach dem Drehen müssen die Pinguine dann noch derart verschoben werden, daß nur die Köpfe zu sehen sind.
Nach so viel Arbeit wird es erst einmal Zeit, eine Sicherheitskopie anzulegen. Dafür klickt man mit der rechten Maustaste auf das Bannerfenster und wählt den Menüpunkt File->Save As. Man wähle ein geeignetes Verzeichnis, in dem man das Bild abspeichern möchte, und gibt dann unten den Dateinamen ein, z.B. “pinguinbanner”. Dies aber ohne eine Endung wie .gif oder .jpg. Denn wir müssen bedenken, daß unser Bild im RGB-Modus erstellt wird, welches das GIF-Format nicht unterstützt. JPEG hingegen kennt keine Layers oder Transparenz und ist beim Abspeichern mit Kompressionsverlusten verbunden.
Stattdessen wählen wir das Format “gzip”, welches ganz am Ende der Auswahl steht. Bei “gzip” handelt es sich um das Gimp-eigene Format XCF, welches zusätzlich gleich mit gzip gepackt wird, um Platz zu sparen. Dieses Format speichert das Bild genau so ab, wie es momentan ist, d.h. mit all seinen Layern, mit Transparenz und sonstigen Finessen.
Wie man sieht hängt Gimp an den Dateinamen automatisch die passende Endung an, so daß das Bild jetzt unter “pinguinbanner.xcf.gz” abgespeichert werden kann.
Nachdem wir nun unsere Arbeit vorerst gesichert haben, kann es mit dem Bearbeiten des Bildes weitergehen. Zuerst kopieren wir alle Layer, so daß wir die gesamte Szenerie zweimal haben. Dazu klicken wir mit der rechten Maustaste auf jeden Layer-Eintrag im Fenster “Layers & Channels” und wählen den Menüpunkt “Duplicate Layer”. Nachdem alle Layer kopiert wurden, sortieren wir die Schichten derart um, daß einerseits die Kopien, und andererseits die Originale alle untereinander liegen. Dafür klickt man die einzelnen Layer an, und verschiebt diese mit den Pfeilknöpfen am unteren Rand des Fensters.
Bei unserem Banner soll der Eindruck entstehen, als wenn die Pinguine ihre Köpfe in das Banner hinein bewegen würden. Der Einfachheit halber erzeugen wir die Bilder genau in der gegengesetzten Reihenfolge und bewegen jetzt die Pinguine auf den Kopierten Layers alle ein Stück weiter aus dem Banner heraus.
Um dabei die Übersicht zwischen Original und Kopie nicht zu verlieren, de-selektieren wir alle Original-Layer, indem wir bei den jeweiligen Einträgen auf das schwarze Auge klicken. Somit werden diese Layer nicht mehr angezeigt.
Wir selektieren einzeln alle kopierten Layer und bewegen den Pinguin, der sich auf dem jeweiligen Layer befindet, mittels “Move Tool” ein Stück weiter aus dem Bild heraus.
Daraufhin kopieren wir ein weiteres mal die kopierten Layer, so daß wir Layer erhalten die “Tux1 copy copy” heißen. Danach sortieren wir die Layer wieder so um, daß einerseits Originale, Kopien und zweite Kopien untereinander stehen. Daraufhin de-selektieren wir auch noch die kopierten Layer, so daß nur noch die zweite Kopie angezeigt wird.
Auch die Pinguine auf diesen Layern verschieben wir noch ein Stück weiter, so daß von den Pinguinen nur ein kleines Stück vom Kopf oder sogar nichts mehr zu sehen ist:
Als nächstes müssen wir die zusammengehörigen Layers zu einem Bild vereinfachen. D.h. wir verbinden die einzelnen Layer einer Szenerie (einmal die Original-Layers, dann die erste Kopie und dann die zweite Kopie, so daß wir insgesamt nur noch drei Layer erhalten.)
Dafür selektieren wir alle Bilder einer Szenerie (d.h. wir lassen uns ersteinmal nur die Layers der zweiten Kopie anzeigen. Bei den anderen Layers ist das schwarze Auge am Anfang des Liste “Layers & Channels” deaktiviert.)
Nun wählen wir mit der Rechten Menütaste im Layers-Menü die Option “Merge visible Layers”. Somit fügen wir alle momentan als sichtbar angewählten Layer zu einem einzelnen Layer zusammen.
Vorher fragt uns Gimp aber noch wie die Bilder zusammengefügt werden sollen.
Da die Pinguine über den Bildrand des Banners hinausragen, bietet uns Gimp an das Gesamtbild soweit zu vergößern, daß auch die Pinguine vollständig sichtbar sind (“expanded as necessary”). Aber genau das wollen wir nicht, stattdessen bewirkt die Option “clipped to bottom layer” den von uns gewünschten Effekt.
Das selbe machen wir auch mit allen Layern der ersten Kopie als auch mit den Original-Layers. (Achtung, immer nur diejenigen Layer selektieren, die zusammengefügt werden sollen.)
Somit sollten nur noch drei Layer übrig bleiben, die, wenn alle drei übereinander angezeigt werden, ein folgendes Bild ergeben:
Um die richtige Abspielreihenfolge zu erreichen, müssen die drei Layer umsortiert werden, so daß das Bild auf dem die Köpfe am weitesten ausgestreckt sind, an oberste Stelle steht, und dasjenige Bild, bei dam man am wenigsten von den Pinguinen sieht, an letzter Stelle steht.
Als nächstes benennen wir die drei Layer um. Sie erhalten von oben nach unten die Namen:
Layer1 (2000ms)
Layer2 (180ms)
Layer3 (250ms)
Die Angaben in Klammern sagen Gimp, wieviel Zeit bei animierten Bannern zwischen dem Anzeigen der einzelnen Layern liegen soll.
Die jeweiligen Werte erhält man durch Ausprobieren.
Eine Vorschau, wie das Banner später aussehen wird, erhält man durch den Menüpunkt “Filters->Animation->Animation Playback”. Dort kann man sich mittels “Start/Stop” eine Vorschau seines animierten Banners ansehen.
[Tip: Das Bild läßt sich übrigens aus dem Fenster herausschieben, und somit schon zum testen an diejenige Stelle bringen, wo später das Banner hin soll.]
Das Animierte Banner sollte nun ähnlich diesem aussehen:
Wie man sieht ist die Animation noch nicht perfekt. Die Pinguine werden einfach nur über die vorherigen übermalt. Teilweise sieht man unter den Pinguinen noch einen Teil der vorherigen Pinguine.
Außerdem wirkt das Banner auf dem weißen Hintergrund nicht sehr ansprechend.
Stattdessen haben Untersuchungen ergeben, daß blaue Banners eine wesentlich höhere Klickrate besitzen.
Deshalb fügen wir den drei bisherigen Layern noch einen blauen Hintergrund hinzu.
Mittels des Knopfes “New Layer” (Das Leere Papier unten links im Fenster “Channels und Layers”) erzeugen wir ein neues Layer. Diese Layer hat automatisch die selben Abmessungen wie das zuerst erzeugte Banner. Wir wählen als “Layer Fill Type: Transparent”. Der Layer wird sowieso später noch eingefärbt.
Nun wählen wir den neuen Layer in der Liste aus, so daß wir nur Ihn bearbeiten. Die anderen Layer können aber trotzdem weiterhin angezeigt werden. Die folgenden Arbeiten werden diese Layer nicht beeinflussen.
Mit einem Doppel-Klick auf die obere Farbfläche am unteren Ende der Gimp-Buttonleiste öffnet sich ein Fenster mit dem Namen “Color selection”. Dort suchen wir uns einen schönen Blau-Ton für die Vordergrund-Farbe aus. Durch einen weiteren Doppel-Klick auf die zweite Farbfläche können wir auch die Hintergrund-Farbe aussuchen. Hierfür wählen wir einen etwas dunkleren Blau-Ton.
Als nächstes wählen wir die Option “Fill with a color gradient” aus. In dem Fenster mit weiteren Optionen (öffnet sich Doppelklick aufs Icon) wählen wir den Menüpunkt: “Blend: FG to BG (RGB)”.
Mit dieser Option erhalten wir einen Farbverlauf von der Hellblauen Vordergrund-Farbe zur etwas dunkleren Hintergrund-Farbe.
Mit der Maus ziehen wir nun einen Pfeil auf dem Banner-Bild, und geben somit an in welchem Bereich und in welcher Richtung der Farbverlauf erfolgen soll.
Man beachte, daß dabei nur die aktiven Layer übermalt wird, die drei Layer mit den Pinguinen aber unbeschadet bleiben.
Den Layer mit der blauen Hintergrund-Farbe kopieren wir nun vier mal (“Duplicate Layer”).
Danach fassen wir je ein Layer mit den Pinguinköpfen mit einem blauen Hintergundlayer zusammen (“Merge visible Layers”), so daß noch zwei blaue Layer übrig bleiben (die benötigen wir später noch). Man achte darauf, daß beim Zusammenfassen der Layers das Bild mit den Köpfen im Vordergrund liegt und somit nicht von dem Hintergrund-Bild überdeckt wird.
Dabei verlieren die drei Layers leider ihren Namen, so daß wir sie erneut umbenennen müssen in:
Layer1 (2000ms)
Layer2 (180ms)
Layer3 (250ms)
Als nächstes Bearbeiten wir einen von denjenigen Layern, die bisher nur blau sind. Als Vordergrund-Farbe wählen wir weiß aus, um danach mit dem Knopf “Add text to the image” einen weißen Text auf das Bild zu schreiben.
Ein Klick auf das Banner öffnet ein weiteres Fenster, in dem die Einstellungen für den Text vorgenommen werden.
Wir wählen eine Schrifthöhe von 35 Pixeln und den Font “charter”. Als Text geben wir unten ein “Was gibts denn da”.
Nach dem Drücken von “OK” und dem Verschieben des Textes in die obere linke Ecke, erzeugen wir wieder einen neuen Layer, um den Text auf diesem zu plazieren.
Danach schreiben wir einen weiteren Schriftzug, diesmal mit einer Höhe von 44 Pixeln, und plazieren diesen Text (auf einem eigenen Layer) in der rechten unteren Ecke.
Das Banner sollte daraufhin folgendermaßen aussehen:
Dann werden auch die drei Layer (Blauer Hintergrund und beide Layer mit dem weißen Text) zusammengefaßt.
Nun fehlt nur noch die Bearbeitung des letzten Layers mit blauem Hintergrund. Wir selektieren diesen und fügen auf ihm, wie eben geschehen, einen Text mit der Adresse Deiner Hompage ein.
Als Font sollten sie hier die Schriftart “courier” verwenden. Die Höhe der Schrift ist abhängig von der Länge Ihrer Adresse. Der Text sollte schon ganz auf das Banner passen.
Nachdem nun auch die Layer dieses Textes zu einem zusammengefügt wurden, sollten auch die Layer mit den Schriftzügen umbenannt werden, und eine Zeit in Millisekunden angehängt werden, um anzugeben, wie lange der Text erscheinen soll.
Für die Frage “Was gibts denn da zu sehen?” ist eine Zeit von 2700 Millisekunden angebracht. Für Ihre Internetadresse sollten Sie mindestens 3000 Millisekunden veranschlagen.
Als letztes müssen die Textlayers noch in die richtige Position gebracht werden, d.h. Ihre Internetaddresse als oberstes, darunter die Frage und darunter die drei Layer der Pinguine in der bekannten Reihenfolge.
Das Animierte Banner sollte dann folgendermaßen aussehen:
Nun müssen wir unser Meisterwerk aber auch noch abspeichern. Da das Bild im Gif-Format abgespeichert werden soll, müssen wir es zuerst in das Indexed-Format umwandeln: Menüpunkt Image->Indexed.
Daraufhin erschien ein Fenster in dem gefragt wird, ob das Bild mit 255 Farben (ein Farbton ist für den Transparenten Hintergrund reserviert), extra ans WWW angepaßt oder mit einer eigenen Farbtabelle angebpaßt werden soll.
Hier sollte man die Option mit 255 Farben wählen.
Das speziell ans Internet angepaßte Format verbraucht zwar weniger Speicher, sieht allerdings auch nicht so gut aus.
Wenn wir mit der Animation zufrieden sind (anschauen durch Filters-> Animation->Animation Playback), können wir die Dateigröße des Bildes noch etwas kleiner machen. Momentan speichert Gimp nämlich für die Animation fünf vollständige Bilder ab, die alle hintereinander angezeigt unsere kleine Animation ergeben. Allerdings ändert sich von Bild zu Bild meistens nicht allzuviel. Der Hintergrund bleibt immer der gleiche, und auch die Pinguine am Anfang bewegen sich nur um ein kleines Stück.
Um nun etwas Speicherplatz zu sparen, bietet Gimp die Option, nur denjenigen Teil des Bildes Abzuspeichern, der sich auch verändert hat. Dies spart zusätzlich Speicherplatz, und das Banner kann schneller geladen werden.
Zuständig für diese Funktion ist der Menüpunkt Filters->Animation->Animation Optimize.
Dieser Menüpunkt öffnet für das optimierte Bild ein neues Fenster, so daß man notfalls mit dem alten Bild noch weiterarbeiten kann.
Aber wir wollen ja unser Banner nun endlich abspeichern, dafür wählen wir im Menü des neuen Fensters File->Save As und wählen im dann erscheinenden Fenster unter “Determine File-Type” das Format GIF aus und speichern das Bild unter einem beliebigen Namen ab.
Aber Gimp gibt immer noch keine Ruhe, und will noch mehr wissen. So kann z.B. jedes Gif-Bild ein Kommentar beinhalten, der von einigen Programmen mit angezeigt wird. Hier steht standardmäßig “Made with Gimp”. Sie können dies aber beliebig ändern oder ganz deaktivieren.
Bei Gif-Bildern mit mehreren Layern erscheinen weitere Optionen unter “Animated Gif Options”. Dort kann z.B. eingestellt werden, ob die Animation als Endlosschleife laufen soll (Option “Loop”), dies sollten wir für unser Banner aktivieren.
Weiterhin gibt es die Option “Default delay between Frames where unspecified”. Dort kann eingestellt werden, welche Zeitabstände zwischen dem Anzeigen zweier Layer abgewartet werden soll. Da wir dies aber schon angegeben haben (Im Layer-Namen z.B. durch den Eintrag (2000ms)), wird dieser Wert statt der hier eingegebenen 100ms genommen.
Die letzte Optionen-Liste gibt nur an, ob beim Anzeigen der Bilder die Layer nur über das andere gelegt werden sollen und das darunterliegende noch durchscheinen kann, oder ob bei jedem Bild das darunterliegende gelöscht werden soll.
Da bei unserem optimiertem Banner sowieso die Option “combine” benutzt wird, haben die Einstellungen hier keine Auswirkung.
Nach einem Druck auf “OK” kann das Bild endlich abgespeichert werden. Ahh, Sie haben es überstanden und Ihr erstes animiertes Banner mit Gimp erstellt, Gratulation!

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Info: Autor des Linux NetMag seit Gründung. Linux-User seit gefühlten Ewigkeiten.

Homepage: http://www.linuxnetmag.de

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